Zum Hintergrund
Google-Fonts-Checker: worum es dabei geht
Was hier genau geprüft wird
Die Prüfung holt Ihre Seite so, wie es ein Browser tut, und sieht sich zwei Dinge an: das HTML selbst und die eingebundenen Stylesheets — bis zu sechs Stück, auch die, die per @import weitere Dateien nachziehen. Gesucht wird nach Verweisen auf fonts.googleapis.com und fonts.gstatic.com, also die beiden Adressen, über die Google Schriften ausliefert. Zusätzlich erkennt sie andere Schriftdienste wie Adobe Fonts oder Font Awesome, bei denen dieselbe Frage auftaucht.
Was ein Fund bedeutet
Findet die Prüfung eine solche Einbindung, heißt das: Beim Aufruf Ihrer Seite baut der Browser Ihres Besuchers eine Verbindung zu einem Google-Server auf, bevor irgendetwas angezeigt wird. Dabei wird zwangsläufig seine IP-Adresse übertragen — ohne dass er zugestimmt hätte oder auch nur die Gelegenheit dazu hatte. Genau dieser Vorgang war 2022 Gegenstand eines Urteils des Landgerichts München I und einer Abmahnwelle, die später selbst als rechtsmissbräuchlich eingestuft wurde. Das technische Problem ist davon unberührt geblieben.
Findet sie nichts, ist der häufigste Anlass für Ärger ausgeräumt. Das heißt nicht, dass keine anderen fremden Server im Spiel sind — dafür gibt es den Fremde-Server-Zähler.
Was Sie damit tun
Die Schriften sind frei lizenziert. Sie dürfen sie herunterladen, als .woff2 auf Ihren eigenen Server legen und im Stylesheet per @font-face einbinden. Das Aussehen bleibt identisch, die Seite wird sogar minimal schneller, weil eine Verbindung nach außen wegfällt. Bei Baukastensystemen ist das manchmal eine Einstellung und manchmal gar nicht vorgesehen — dann wissen Sie wenigstens, woran Sie sind.
Die Grenze dieser Prüfung
Sichtbar ist nur, was im ausgelieferten Quelltext und in den Stylesheets steht. Schriften, die erst ein Skript nachlädt oder die nach einem Klick auf ein Einwilligungsbanner dazukommen, sieht diese Prüfung nicht. Die tatsächliche Zahl kann also höher liegen, niedriger nicht.