Zum Hintergrund
Zertifikat & Domain: worum es dabei geht
Was hier genau geprüft wird
Es wird eine verschlüsselte Verbindung zu Ihrem Server aufgebaut und das Zertifikat ausgelesen: Wer hat es ausgestellt, bis wann gilt es, und für welche Namen gilt es — passt es also überhaupt zu der Adresse, unter der Ihre Seite läuft? Zusätzlich wird über das öffentliche Domain-Register abgefragt, wann Ihre Domain registriert wurde und wann sie ausläuft.
Was ein Fund bedeutet
Ein abgelaufenes Zertifikat ist der sichtbarste Fehler, den eine Website haben kann. Der Browser zeigt keine Seite mehr, sondern eine rote Warnung mit dem Wort „Angreifer“ darin. Wer das sieht, geht — und zwar auch dann, wenn Sie das Zertifikat zwei Stunden später erneuern, denn er kommt nicht wieder.
Der häufigere Fall ist der Namensfehler: Das Zertifikat gilt für ihredomain.de, aber nicht für www.ihredomain.de oder umgekehrt. Dann funktioniert eine der beiden Adressen tadellos und die andere zeigt die Warnung, und da man selbst immer dieselbe benutzt, fällt es monatelang niemandem auf.
Das Ablaufdatum der Domain ist die dritte Spur. Eine vergessene Verlängerung nimmt Ihnen nicht nur die Website, sondern auch alle E-Mail-Adressen darauf.
Was Sie damit tun
Automatische Erneuerung einschalten, wenn Ihr Hoster sie anbietet — bei kostenlosen Zertifikaten ist sie der Normalfall und läuft geräuschlos. Prüfen Sie beide Schreibweisen Ihrer Adresse, mit und ohne www. Und tragen Sie das Ablaufdatum der Domain in Ihren Kalender, mit Erinnerung vier Wochen vorher.
Die Grenze dieser Prüfung
Geprüft wird das Zertifikat der Hauptadresse. Sind bei Ihnen weitere Namen im Einsatz — ein Shop auf einer Unterdomain, ein Buchungssystem —, haben die ihr eigenes Zertifikat, das hier nicht betrachtet wird. Nicht alle Domain-Register geben ihre Datumsangaben öffentlich heraus; bei .de-Domains fehlen sie häufig, das ist kein Fehler Ihrer Seite.